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Cannabis – ein neuer Trend oder alte Medizin? Teil 1

VAPSTORE® Team - 05.12.2016 19:34

Cannabis ist eine der ältesten Nutzpflanzen, die vom Menschen kultiviert wurde. Die Pflanze lässt sich nämlich effektiv zur Herstellung von Papier, Kleidung, Seilen, Dämmmaterial, Öl und Arzneimitteln verwenden. In diesem Artikel findet ihr ein paar der interessantesten Meilensteine in der Geschichte von Cannabis.

Hanf in Sandalen

Die psychoaktiven Effekte der Cannabispflanze wurden von Menschen in der Antike vermutlich durch einen Zufall entdeckt, nachdem die Pflanze zum Feuermachen verwendet wurde. Man geht davon aus, dass die Pflanze schon vor unseren Geschichtsaufzeichnungen verwendet wurde. Bei archäologischen Ausgrabungen in Rumänien hat man eine etwa 5000 Jahre alte Tasse mit Cannabisresten gefunden, welche typischerweise zum Verbrennen von Räucherwerk verwendet wurde. Cannabis wurde früher nämlich hauptsächlich als solches oder als Tinktur verwendet. Als Amerika entdeckt wurde, dauerte es nicht lange, bis das Tabakrauchen auch in Europa ankam. Kurz darauf hatte irgendein findiger Kopf auch die Idee, Cannabis in der Pfeife zu rauchen.

In medizinischen Aufzeichnungen findet man Cannabis erst im Jahr 2737 vor Christus, in einem Heilpflanzenkompendium, geschrieben vom chinesischen Kaiser Shen Nung, welcher das Cannabisharz zur Behandlung von Verstopfung, Frauenkrankheiten, Gicht, Malaria, Rheumatismus und Geistesabwesenheit empfiehlt. Es gibt viele Funde in China, die auf die Verwendung von Cannabis zur Textilherstellung und zu medizinischen Zwecken schließen lassen.

Es scheint so, als wären nicht nur die Chinesen entspannte Zeitgenossen gewesen. Auch die Ägypter waren dafür bekannt, sich mit psychoaktiven Pflanzen aller Art sehr gut auszukennen. Auf der Mumie von Ramses II., welcher 1213 vor Christus starb, wurden Cannabispollen gefunden. Im alten Ägypten wurde Cannabis zur Behandlung von Glaukomen, Entzündungen und bei Einläufen verordnet.

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Prominente Kiffer in der Neuzeit

Im Altertum wurde Cannabis auch im Römischen Reich, in Indien und den arabischen Ländern als Heilpflanze verwendet und in den Schriftstücken verständlicherweise hoch gelobt. Im Jahr 70 verwendeten die Römer Cannabis, um Ohrenschmerzen zu lindern und – warum auch immer – den Sexualtrieb zu verringern. In den folgenden Jahrhunderten verbreitete sich die Verwendung von Cannabis als Heilpflanze immer weiter, bis es langsam zur Normalität wurde.

Aus Schriftstücken aus dem Mittelalter geht hervor, dass muslimische Ärzte Cannabis zur Unterdrückung des Sexualtriebs verwendeten. Im Mittelalter war Cannabis jedem Kräuterkundigen für seine heilsamen Effekte bekannt und durfte in keinem vernünftigen Zaubertrank fehlen.

Auch in den 1600er Jahren war Cannabis in Großbritannien verfügbar. Bei Ausgrabungen im Garten von William Shakespeares Haus wurden Pfeifen gefunden, in welchen Anhaftungen von Cannabis nachgewiesen werden konnten. Cannabisanhaftungen in einem Maße, in welchem die Polizei in Bayern schon eine standrechtliche Erschießung gutheißen würde. Ob das tatsächlich Shakespeares Pfeifen waren oder ob er sie dort nur für einen Freund vergraben hatte, lässt sich nach so langer Zeit natürlich nur schwer feststellen. Viele Hinweise in seinen Werken lassen allerdings die Vermutung zu, dass er ein großer Freund des grünen Krautes war. Wegen der Anti-Cannabis-Einstellung der Kirche konnte Shakespeare schon damals nicht offen über Cannabis schreiben.

BUT HOLLOW MUSE WHAT MOUNTED TO THE SKY,

I’LL CLIP YOUR SOARING PLUMES FOR YOU AND I

MUST TALK OF PAPER, HEMP, AND SUCH AS THIS,

AND WHAT A RICH COMMODITY IT IS.

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von Hermann Adolf Köhler (1834 - 1879) [Public domain], via Wikimedia Commons

Der Hanf wandert aus

Die Siedler die in den folgenden Jahren von Europa nach Nordamerika zogen, brachten auch die Hanfpflanze mit in ihre neue Heimat. Über die Jahre wurde Hanf als Arzneimittel in Nordamerika immer populärer und wurde sogar 1621 im English Mental Health Book zur Behandlung von Depressionen empfohlen.

Aus einem persönlichen Tagebucheintrag von George Washington, dem ersten Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, geht hervor, dass er eine große Leidenschaft für das Züchten von besonders starken Cannabissorten hatte. Washington hatte am Mount Vernon seine eigene Hanfplantage und ging dort seinem Hobby nach. Er beschrieb in einem Eintrag beispielsweise, dass er die männlichen Pflanzen von den weiblichen zu spät trennte und damit die Ernte zerstörte. Das Trennen von männlichen und weiblichen Pflanzen ist nur von Bedeutung, wenn man es auf die psychoaktiven Effekte von Cannabis abgesehen hat. Bei der Herstellung von Textilien wäre das Geschlecht der Pflanze nicht so wichtig.

Weitere interessante Meilensteine in der Geschichte von Cannabis, wie zum Beispiel die Verwendung des Vaporizers zum Cannabiskonsum, erfahrt ihr im nächsten Blogartikel.

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