Der tragbare Vaporizer ist nicht erst seit den frühen Tagen der modernen Verdampfung in Erscheinung getreten, vielmehr es war es ein tragbares Modell, mit dem alles begann. Eagle Bill Amato wollte einen erschwinglichen Vaporizer, den jeder Begeisterte einfach nutzen kann und erfand schlichtweg einen - Im Jahr 1994 stellte er den Shake and Vape Vaporizer vor: Ein Glasrohr mit einer großen Kammer, die mit einem Feuerzeug erhitzt wird. Er war nicht zu groß, zu schwer und da er nicht wie die bekannten Tisch-Vaporizer an den Strom angesteckt werden musste, beanspruchte der Shake and Vape von nun an den Titel des ersten tragbaren Verdampfers.

Shake Vape VaporizerObwohl tragbare Vaporizer von Anfang an im Spiel waren, waren sie für eine lange Zeit nur eine Randerscheinung. Die damals moderne Entwicklung konzentrierte sich auf Geräte, die an das Stromnetz angeschlossen wurden, so dass sie stationär eingesetzt werden konnten. Mit Beginn des 21. Jahrhunderts war die Batterie- und Akku-Technologie noch nicht weit genug entwickelt, um Energie und somit Wärme in ausreichender Menge und auf Dauer für die praktische und portable Vaporisierung zu bieten. Wenn Anwender einen tragbaren Vaporizer wollten, waren Sie auf eine Flamme als Wärmequelle beschränkt und so war es nicht verwunderlich, dass der zweite erfolgreiche tragbare Verdampfer ebenfalls eine Flamme zur Wärmeerzeugung nutzte.

Der Ubie, ein im Jahr 2000 eingeführter Vaporizer, ist immer noch der günstigste Verdampfer (10 USD) und zählt nach wie vor zu den kleinsten Modellen auf dem Markt. Bestehend aus zwei Glasröhrchen, verwendet der Ubie eine Anordnung von Löchern um einen Luftpfad bereitzustellen, durch den erwärmte Luft zirkulieren kann. Um den Ubie verwenden zu können, wird dieser vorsichtig mit einem Feuerzeug an einem Ende erhitzt und durch das andere inhaliert. So wird die erwärmte Luft „über“ Aromatherapie-Mischung gezogen und es werden milde Aroma- und Wirkstoffe gelöst. Der Ubie ist daher ein tragbarer Vaporizer nach dem Konvektions-Prinzip. Der Einsatz dieses Prinzips ist bei tragbaren Verdampfern nach wie vor sehr selten zu finden, da es eine hohe Menge an Energie erfordert, um einen gleichmäßigen Luftstrom auf Dauer konstant heiß zu halten. So war es auch keine Überraschung, dass auch der nächste tragbare Vaporizer eine Flamme verwendete und nach dem Konvektions-Prinzip funktionierte.

Der VaporGenie kam im Jahr 2002 auf den Markt und war der erste tragbare Verdampfer mit einem großen kommerziellen Erfolg. Das Original wird noch heute aus Holz und Edelstahl hergestellt und erinnert in seiner Form an eine schlichte Pfeife. Um den VaporGenie zu betreiben, wird die Aromatherapie-Mischung in die Kammer aus rostfreiem Stahl eingefügt, den Keramikfilter oben eingeschraubt – Anschließend erfolgt die Erhitzung mit einem Feuerzeug. Dabei berührt die Flamme nie direkt den Inhalt, stattdessen wird der Keramikfilter in dem aus Holz bestehenden oberen Teil dieses tragbaren Verdampfers erhitzt, sodass sich feiner und dichter Dampf bildet.

Nunja, die Form des VaporGenie und die Art, wie er betrieben wird,  fühlt sich für den traditionellen Benutzer sehr vertraut an. Er kostet allerdings etwas mehr als der Ubie, siedelt sich immer noch im unteren Preissegment für die heutigen Verhältnisse an. Der Vapor Genie kam auf den Vaporizer Markt, als Verdampfen noch als exotisch und teuer bezeichnet wurde und als viele Menschen zweifelten, ob das Konzept in Zukunft überhaupt funktionieren könnte. Allerdings sollte seine Wirkung auf das Verständnis und die Popularität der Vaporisierung nicht unterschätzt werden, da die Entwicklung von tragbaren Vaporizern sehr stark zum Positiven beeinflusst hat.

Unsere Reise geht nun weiter nach Kalifornieren – Genauer zu Vapir.

Die Vapir Classic, von Advanced Inhalation Revolutions Inc. oder AIR2, war in seiner Lancierung eigentlich sogar ein wenig früher dran, als der Vapor Genie, jedoch wurde im der Titel „tragbarer Vaporizer“ nie wirklich anerkannt. Er war sehr teurer ($ 300) und um ihn tragbar zu machen, musste ein optionaler Akku ($ 100) erworben werden. Ebenfalls war er für den Transport in einer Tasche oftmals zu groß und zu schwer. Diese Faktoren hatten wohl viel damit zu tun, warum der Vapir nie annähernd so populär wurde, wie sein kleiner Vetter „Vapor Genie“. Lässt man die Popularität beiseite, war der Vapir allerdings für die Entwicklung der tragbaren Verdampfer von großer Bedeutung, weil er als erstes Modell zwei wichtige Funktionen verwendete: digitale Temperaturkontrolle und die Verwendung von Energie aus einem Akku-Pack, um Wärme zu erzeugen.

Ein digitales Thermostat war wichtig, da alle tragbaren Vaporizer zu dieser Zeit anfällig für unbeabsichtigte Verbrennungen des Kräutergemischs waren. Der Akku gab ihm dabei die nötige Portabilität, allerdings zu einem hohen Preis: kurze Akkulaufzeiten stimmten Anwender oftmals negativ. Batterien mit hohen Energiedichten, wie wir sie heute kennen, standen auch zu diesem Zeitpunkt noch nicht wirklich zur Verfügung.


Im Jahre 2006 erzeugten Batterien endlich genug Leistung, so dass der Volatizer VM3 der erste echte portable Vaporizer mit Akkubetrieb wurde. Wie der Vapir hat auch er eine digitale Temperaturkontrolle und im Gegensatz zum Vapir, so wurde es zumindest behauptet,  war er klein genug, um in jede Tasche zu passen. Er passte - vorausgesetzt, man hatten große Taschen. Nicht zuletzt auf Grund des hohen Preises von über 500 USD, konnte er allerdings niemals an den Erfolg seiner Vorgänger anknüpfen.

Iolite VaporizerSelbst bis ins Jahr 2008 haben sich tragbare Vaporizer nicht maßgeblich weiterentwickeln können - bis zur Einführung eines Modells, das einen völligen anderen Ansatz mitbrachte. Der I-inhal wurde als Betaversion eingeführt und machte sich kurze Zeit später unter dem IOLITE seinen festen Platz auf dem Vaporizer Markt.

Der IOLITE war anders - Anstelle von Batterien, wird diesermit einem katalytischen Butangas-Heizer betrieben und statt einer digitalen Temperatursteuerung läuft dieser Vaporizer konstant mit einer wichtigen Temperatur, die nahezu alle Anforderungen des modernen Benutzers abdeckt. Er kann und konnte mit einem Tank für zwei Stunden betrieben werden, was auch heute noch länger ist, als die meisten modernen Modelle zu schaffen vermögen. Diese Eigenschaften machten den IOLITE ansprechend und er erhob sich nicht zuletzt dadurch zum „König seiner Klasse“. Der IOLITE war klein, leicht und konnte problemlos in jeder Hosentasche verstaut werden. Möglicherweise als Folge dessen, war er auch der erste tragbare Verdampfer, der wie etwas anderes aussah: Eine Hybrid zwischen einem 2-Wege-Radio und einem frühen Handy (praktisch, wenn Diskretion ein Anliegen ist).

Allerdings war der IOLITE war nicht gerade günstig, dennoch aber erschwinglicher als der damalige Vapir Vaporizer oder der VM3. Er kam, wahrscheinlich nicht zufällig, in einer Zeit auf den Markt, in der das Interesse nach Vaporizern auf einem konstanten Vormarsch war. Erfahrene Benutzer wollten in der Lage sein, auf dem Sprung zu verdampfen  - Das alles zusammen machten den IOLITE zum führenden Modell seiner Klasse, bis in 2009 ein neuer Herausforderer in den Ring stieg, der alles ändern sollte.

Magic Flight Launch BoxFortschritte in der Batterietechnik und neue Fertigungstechnologien verliehen der Magic Flight Launch Box den nötigen Auftrieb, um es bis fast an die Spitze zu schaffen. So verwendet der Magic-Flight Launch Box Vaporizer performante NiMH-Akkus, verbunden mit einem einfachen, aber eleganten Design. Klein genug um in der Handfläche zu verschwinden und stark genug, um dichten Dampf zu liefern. Die Magic Flight Launch Box hatte zudem einen sehr günstigen Preis und wurde aus einfachen Materialien wie Holz, Kupferdraht und Stahlgewebe hergestellt – Und kam zudem mit einem Feature, das seinesgleichen suchte: Die ultimative Garantie auf Lebenszeit. Allerdings wird der aus Amerika stammende Vaporizer ohne technische Temperaturkontrollen betrieben und erfordert etwas Übung. Die Dichte des Dampfes wird maßgeblich durch die Inhalationsgeschwindigkeit beeinfluss. Dennoch wurde dieser kleine Kerl sofort ein Hit!

Tragbare Verdampfer begannen von nun an ihren Siegeszug in der Branche und kluge Hersteller wussten dies. Im Jahr 2010 führte AIR2 zwar den NO2, der erster echte transportable Vaporizer, ein, aber Arizer aus Kanado hatte mit ihrem Plug-in Modell ein weiteres Ass im Ärmel:

Der Arizer Solo wurde fast zwei Jahren beworben, bevor er im Jahr 2011 endlich veröffentlicht wurde und in fast jeder Hinsicht als Gegenteil zur Magic Flight Launch Box stand. Er verfügte über High-Tech-Keramik, digital gesteuerte Komponenten, Lithium-Ionen-Batterien, einen Glasschaft, einem soliden Gehäuse und passt in jede größere Tasche. Er wurde in rasender Geschwindigkeit der populärste Vaporizer auf dem modernen Markt.

Seit der Einführung des Solo ist die Anzahl der unterschiedlichen tragbaren Devices parallel mit dem Fortschritt der heutigen Technik gewachsen. Nutzer forderten eine immer längere Akkulaufzeit und nun, wo Batterien diesen Anforderungen gerecht werden konnten, ist ebenfalls ein zunehmendes Interesse zu verzeichnen.

Die Gehäuse wurden kleiner und noch transportabler und viele neue Manufakturen brachte viele neue Modelle – Einer davon, San Francisco Ploom, machte den Schritt im vergangenen Sommer und führte den Pax Vaporizer ein.

Die Pax ist wahrscheinlich das Synonym für führende Entwicklung in diese Richtung, deren Weg vom Arizer Solo vorgegeben wurde. In der Größe ähnlich wie ein großes Bic-Feuerzeug, steht der Pax als ein schlankes stilvolles Gerät mit einem Touch von Ästhetik, die an ein neues Apple Produkt erinnert. Mit einer digitaler Temperaturregelung, einem cleveren LED-Display und klaren Designlinien hat der Pax neue Standards in der Sparte der tragbaren Vaporizer gesetzt.

Der tragbare Verdampfer Markt hat nie heller geleuchtet als in den vergangenen Monaten – war aber auch nie verwirrender als bisher. Neue Modelle der verschiedensten Typen sind in den letzten Monaten erschienen. Es scheint, als ob der primäre Einfluss auf die künftige Entwicklung, der Fortschritt in der Batterietechnologie ist. Insbesondere wird ein Anstieg der Batterieleistung die Entwicklung von mehr tragbaren Modellen, die sich das Konvektionsprinzip zu Nutzen machen, beeinflussen.

Wohin dieser interessante Weg führen wird, ist sehr schwer vorherzusagen, aber eine Sache scheint sicher zu sein: mit dem steigenden Interesse an Verdampfen wird der Markt für portable Vaporizer auch zukünftig immer weiter wachsen.